Mehr Wege als Einweg!

Mehr Wege als Einweg!

Migrantinnen aktiv für den Umweltschutz in Berlin
Postleitzahl und Ort: 10178 Berlin
Organisation: LIFE e.V.
Jahr der Auszeichnung: 2012



Worum gehts:

Plastik ist zum festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Vor allem in Form von Plastiktüten. Sie sind Symbol unserer Wegwerfgesellschaft. Viele Menschen benutzen für ihren Einkauf ganz selbstverständlich eine Plastiktüte – meistens nur für kurze Zeit und einmal. Hauptziel des Projekts „Mehr Wege als Einweg“ ist es, zum Ressourcen- und Klimaschutz auch beim Einkauf beizutragen. Es verbindet Klimaschutz und die Integration von MigrantInnen, indem es vielfältige Partizipationsmöglichkeiten bietet. Das Projekt konkret: - Schulung von 15 Frauen mit Migrationshintergrund zu Kiez-Umweltbotschafterinnen - Aufruf und Sammlung von gebrauchten Stoffbeuteln, die in neue, attraktive und wieder verwendbare Tragetaschen umgewandelt werden - Gewinnung von ethnischen GeschäftsinhaberInnen und MarktverkäuferInnen als Kooperationspartner - Durchführung von öffentlichen Aktionen von Kiez-Umweltbotschafterinnen: Verteilen von Stofftaschen mit Bonuskarten und Informationen über Plastikmüll

Wer wir sind:

Seit 06.2011 Drei Personen arbeiten bei LIFE e.V. im Projekt. Dazu kommen 15 Kiez-Umweltbotschafterinnen, die Aktionen gestalten und durchführen. Über 20 Kooperationspartner stellen die Sammelbox in ihren Räumlichkeiten auf und appellieren zum Sammeln. An der Umwandlung der Taschen sind zwei Designerinnen und zwei Nähprojekte beteiligt. Zehn Einzelhandelsunternehmen unterstützen die Verbraucheraktionen. Das Projekt wird von Förderfond Trenntstadt der Stiftung Umweltschutz Berlin gefördert und unterstützt.

Was wir erreichen wollen:

Das Projekt begegnet gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, indem Migrantinnen sich für Umwelt- und Ressourcenschutz engagieren und für Mehrweg-Taschen als Beispiel für Mehrwegsysteme werben. Die Partizipation am Umweltschutz soll für alle möglich sein - unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und Alter. Es werden Strategien sowie kommunikative und praktische Lösungsansätze am Beispiel von 2-3 Berliner Kiezen mit hohem Migrationsanteil erarbeitet, die Modellcharakter haben.

Was wir konkret machen:

Durch die interaktive Schulung werden die Migrantinnen vorbereitet und motiviert, die Verbraucheraktionen mit zu gestalten und danach selbständig durchzuführen. Mit ihrer Unterstützung werden viele VerbraucherInnen über Plastikkonsum informiert und über Bonussystem zur Benutzung der Mehrweg-Taschen und zur Reduktion des Plastikkonsums animiert. Die Konzepte und Erfahrungen des modellhaften Projekts können von den anderen Bildungsanbietern auf andere Berliner Bezirke und Städte übertragen werden.

Unsere nächsten Schritte:

In den nächsten Schritten werden die Prototypen der Taschen entwickelt und die Schulung durchgeführt. Parallel werden die KooperationspartnerInnen bei den ethnischen Einzelhandelsunternehmen gewonnen, erste Taschen umgenäht und mit dem Logo des Projekts bedruckt. Ab Januar bis Mitte Mai führen die Kiez-Umweltbotschafterinnen wöchentlich öffentliche Verbraucheraktionen auf den Märkten und vor den Geschäften durch.