Es gibt eine Vielzahl spannender und viel versprechender Impulse und Projekte, die den Gedanken der Nachhaltigkeit transportieren. Werkstatt N hat sie ausgezeichnet.
Wir planen und setzen den Übergang zum Solarzeitalter einfach selbst um! Wie können wir - vor unserer Haustür beginnend - die Welt gemeinsam erdölunabhängig, klimafreundlich und lebenswert umgestalten? In Berlin gibt es seit dem Spätsommer 2008 eine Gruppe von Menschen, die sich in ihrem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg für eine nachhaltige und resiliente Lebensweise und Kiezkultur stark macht. Resilienz bedeutet dabei so viel wie die lokale Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Störungen, verursacht z. B. durch den Klimawandel, Ressourcenknappheit wie Erdölmangel oder auch weltweite Finanzkrisen. Man trifft sich wöchentlich, lernt die Nachbarn aus dem eigenen Kiez kennen, entwickelt gemeinsam positive Visionen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte, vernetzt sich mit bereits vorhandenen Initiativen, richtet Veranstaltungen aus, startet kleine und große Projekte, isst und feiert zusammen. Es entsteht ein farbenfrohes Puzzle, zu dem jede_r sein Teil beitragen kann.
Oktober 2009
Zur Zeit ca. 30 Aktive, ca. 200 Assoziierte.
Es geht um die Energie- & Kulturwende: Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der bei der Gestaltung des eigenen Lebensraumes alle lokalen Gegebenheiten optimal einbezieht und nachhaltig nutzt. Gemeinschaftlich – und darum geht es, denn auch lokale Unternehmer und die lokale Politik sollen miteinbezogen werden - entsteht so ein EnergieWende-AktionsPlan, ein alternativer Stadtentwicklungsplan "von unten", bei dem der Klimawandel und das Peak Oil-Problem immer mitgedacht werden.
Nachbarschaftliche Gemeinschaft bilden und pflegen, zum Mitmachen und Selbermachen nachhaltiger Ideen und Projekte anregen. Nachhaltige Visionen für unseren Kiez entwickeln und wo möglich gleich leben. Weitestgehend regionale Selbstversorgung und Verwendung nachwachsender Rohstoffe. Solidarökonomische Konzepte entwickeln und fördern. Obstbäume gemeinsam pflanzen und pflegen. Alte und neue Kulturtechniken (wieder)beleben. Die Bildung von Transition-Initiativen berlinweit anregen und fördern.
Mehr direkte Partizipation erreichen, die gut organisiert werden muss. Zulassen und Unterstützen informeller Stadtentwicklung und Einplanen und Bereitstellen von Freiräumen dafür. Fördern und Schliessen lokaler (Land)Wirtschafts- und Ressourcenkreisläufe.
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