Kampagne Fairtrade-Towns

Kampagne Fairtrade-Towns

Postleitzahl und Ort: 50937 Köln
Wir sind eine: Organisation/Institut
Organisation: TransFair e.V.
Jahr der Auszeichnung: 2011



Beschreibung:

Die internationale Kampagne verankert und verbreitet den Fairtrade-Gedanken auf kommunaler Ebene. In Deutschland motiviert sie Städte, Gemeinden und Stadtteile, sich für den Fairen Handel stark zu machen und ehrt diejenigen mit dem Titel Fairtrade-Town bzw. -Gemeinde, die nachweislich die fünf international gültigen Kriterien erfüllen. Um diese zu erreichen, arbeiten unter zivilgesellschaftlciher Initiative unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft zusammen daran, fair gehandelte Produkte in den Alltag und die Aufmerksamkeit der Menschen einzubinden. Alle zwei Jahre wird überprüft, ob die Titelträger/innen noch die Kriterien erfüllen, erst dann wird der Titel verlängert. In Deutschland gibt es bisher 28 Fairtrade-Towns, z.B. Saarbrücken, Bonn, Dortmund und Hannover. Über 90 weitere Kommunen haben sich schon auf den Weg zur Fairtrade-Town gemacht. Weltweit gibt es 870 Fairtrade-Towns in 20 Ländern, u.a. London, Rom und San Francisco.

Aktiv seit:

In deutschland seit Januar 2009, international seit 2000.

Beteiligte Personen:

Die Zahl der beteiligten Personen ist sehr groß, aber leider kaum zählbar: In jeder sich um den Titel bewerbenden Stadt beteiligen sich die Träger der Steuerungsgruppe, der Stadtrat, der lokale Einzelhandel, die lokale Gastronomie sowie Schulen, Kirchen und Vereine daran, ihre Kommune zur Fairtrade-Town zu machen. In Deutschland steht ihnen die Kampagnenkoordinatorin Kathrin Bremer beratend und unterstützend zur Seite. Auch in den anderen 19 Ländern unterstützen KoordinatorInnen die Bewerber.

Herausforderungen der Nachhaltigkeit, denen begegnet werden soll:

Wir wollen mit der Kampagne das Thema Nachhaltigkeit stärker in die Gesellschaft tragen und dort manifestieren. Kommunen können über die Entscheidung für fair gehandelte Produkte im öffentlichen Beschaffungswesen einen konkreten Beitrag zur innovativen und nachhaltigen Bekämpfung der Armut in den Ländern des Südens leisten. Eine Stadt, die sich für den Fairen Handel einsetzt, zeigt, dass sie sich ihrer Verantwortung im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit in der Welt bewusst ist, wird Vorbild.

Was konkret gemacht wird / werden soll, um dieser Herausforderung zu begegnen:

Mit Öffentlichkeitsarbeit mehr UnterstützerInnen und KonsumentInnen gewinnen und den Handel für den Fairen Handel sensibilisieren mittels 5 Kriterien: - Ratssitzungen immer nur mit Fairtrade-Kaffee + einem weiteren FT-Produkt - Einzelhandel und Gastronomie bieten Fairtrade-Produkte an - Schulen, Vereine und Kirchen verwenden Fairtrade-Produkte - Es gibt lokale Bildungsaktivitäten und Medienberichterstattung zum Thema Fairer Handel

Wer angesprochen wird:

Über die Fairtrade-Towns sollen Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft angesprochen werden. Personen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Handel, Gastronomie, Schulen, Kirchen und Medien arbeiten gemeinsam daran, den Fairen Handel in einen stärkeren Focus der Gesellschaft zu rücken und das Thema Nachhaltigkeit zu verbreiten.

Was bereits durch das Projekt erreicht wurde:

n Deutschland wurden in bisher 28 Fairtrade-Towns, weltweit in über 870 Fairtrade-Städten die 5 interntionalen Kriterien erfüllt: - Ratssitzungen immer nur mit Fairtrade-Kaffee + einem weiteren FT-Produkt - Einzelhandel und Gastronomie bieten Fairtrade-Produkte an - Schulen, Vereine und Kirchen verwenden Fairtrade-Produkte - Es gibt lokale Bildungsaktivitäten und Medienberichterstattung zum Thema Fairer Handel Über 90 Anwärter-Kommunen in Deutschland werden in absehbarer Zeit nachziehen.

Nächste Schritte, Aktivitäten oder Meilensteine für die Zukunft:

Auch in Zukunft möchten wir so viele Kommunen wie möglich dazu motivieren, sich für den Fairen Handel stak zu machen und durch nachhaltigen Konsum ihrer sozialen Verantwortung in der Welt nachzukommen.

Wünsche an den gesellschaftlich-politischen Rahmen:

Mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene systematisch für eine gerechtere Welt sorgen: 1. Durch gerechtere Handelsbeziehungen die Situation der benachteiligten Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Südamerika verbessern 2. Die Binnenwirtschaft dieser Regionen stärken und 3. Langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abbauen.

Audio:

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