ku:llj "dance for a chance"

ku:llj "dance for a chance" e.V.
Postleitzahl und Ort: 48369 Saerbeck
Wir sind eine: Organisation/Institut
Organisation: ku:llj "dance for a chance" e.V.
Jahr der Auszeichnung:
2011
2012



Beschreibung:

Die Tanzformation ku:llj "dance for a chance" hat es sich zum Ziel gesetzt, für Kinder und Jugendliche in Not zu tanzen und darüber hinaus Spenden zu sammeln. Eines ihrer Projekte ist das Engagement für Menschen, die an der "Mondscheinkrankheit" erkrankt sind. Als die Tanzgruppe ku:llj erfährt, dass die Krankenkasse sich weigert,die lebenswichtige Sonnenschutzcreme zu bezahlen, beschließen sie, durch einen Auftritt Geld zu sammeln und von dem Erlös die Creme zu kaufen. Sie stellen Kontakt zu Politikern her, initiieren zwei Petitionen an den Landtag und den Bundestag und können schließlich eine Anhörung vor dem Petitionsausschuss erwirken. Durch eine Benefizveranstaltung und weiteren Auftritten sammeln sie weiter Spenden für die Selbsthilfegruppe, gleichzeitig schreiben sie noch weitere Politiker an und erreichen somit ein Schreiben vom Bundesgesundheitsministerium für die Kostenübernahme der Sonnenschutzcreme.

Was ist seit der letzten Bewerbung passiert:

Wie auch letztes Jahr haben wir uns sehr intensiv um die UN-Kinderrechtskonvention bemüht. Dabei haben wir uns auf den Art. 42 "Bekanntmachung der Kinderrechte" konzentriert. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1992 von der Bundesregierung ratifiziert und gilt seither in Deutschland. Damit hat sich die Bundesregierung im Artikel 42 auch verpflichtet, " die Grundsätze und Bestimmungen dieses Übereinkommen durch geeignete und wirksame Maßnahmen bei Erwachsenen und auch bei Kindern allgemein bekannt zu machen". Natürlich gibt es viele Maßnahmen, um die Rechte der Kinder in die Öffentlichkeit zu bringen, Projekte werden durchgeführt, Kampagnen organisiert und Vorträge gehalten. Dennoch ist die Wirksamkeit ehr gering. Kinder - und auch die Erwachsenen - kenn die UN-Konventionen über die Rechte nicht und können sie demzufolge auch nur partiell dafür einsetzen. Daher ist es notwendig, überall dort, wo Kinder zusammen kommen, über die Kinderrechte zu informieren. Und wir sehen dort die Schulen als besten Informationspunkt. Wir haben deshalb alle Landtage, Senate und Bürgerschaften als verantwortliche Behörden angeschrieben und gefragt, ob und in welchen Fächern die Kinderrechte in den Lehrplänen stehen. Dabei haben wir herraus gefunden, das die Kinderrechte in den Fächer ev./kath. Religion, Ethik, Geschichte, Deutsch, Politik, Gesellschaftslehre usw. gelehrt werden. Es wurde uns auch mitgeteilt, das die Kinderrechte oft mit den Menschenrechten vermischt werden uns somit nicht als eigenes Thema besprochen wird. Das reichte uns nicht und wir haben somit eine Petition an das Land NRW geschrieben. In dieser Petition haben wir die Landesregierung aufgefordert, die Kinderrechte in das Fach Politik bzw. Gesellschaftslehre in den weiterführenden Schulen als Pflichtthema zu integrieren und in den Grundschulen im Fach "Sachkunde". Außerdem haben wir den Vorschlag gemacht, das die Schulen einmal im Jahr ( z.B. zum Kinderrechtetag im Nov. oder zum Weltkindertag im Sep.) einen Projekttag zu gestalten. Damit würden diesen beiden Tagen auch einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen. Durch die Petition haben wir eine Anhörung, die zur Zeit noch nicht terminiert ist. Aber wir haben uns schon darauf vorbereitet. Wir haben Kontakt zu den Kinderhilfswerken aufgenommen und haben einige Statements ( z.B. vom Deutschen Kinderhilfswerk, von Prof. Hurrelmann, von Prof. Jörg Maywald) bekommen. Außerdem stellen wir gerade eine Statistik zusammen, wie Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben über Internet bzw. den Flyern, die über die Kinderrechte zu bekommen sind, zu nutzen. Außerdem haben wir eine Kinderrechteseite im Internet entwickelt, wo wir die wichtigsten Kinderrechte nochmal kindgerecht erklärt haben. Durch unsere Seite sind wir mit dieser Kinderrechteseite verlinkt, somit können sich die Besucher von unserer Seite auch gleich über die Kinderrechte erkundigen. Auf unseren Auftritten informieren wir über die Kinderrechte . Ansonsten hat sich an unserer Arbeitsweise nichts geändert.

Aktiv seit:

2005

Beteiligte Personen:

3 Tänzerinnen, 3 Tänzer und 1 Projektleiterin

Herausforderungen der Nachhaltigkeit, denen begegnet werden soll:

Wir versuchen demokratische Lösungen zu erreichen. Mit der Musik, dem Tanz und unserem Engagement möchten wir bei Kindern und Jugendlichen erreichen, dieses nachzuahmen. Für uns ist es wichtig mit kleinen Ideen und dem "Hinschauen" Probleme zu lösen. Dieses möchten wir den Kindern und Jugendlichen mit auf ihren Lebensweg geben.

Was konkret gemacht wird / werden soll, um dieser Herausforderung zu begegnen:

Für unser Projekt " Kinderrechte " schreiben wir Politiker an, schreiben Petitionen, informieren über den Sachstand, versuchen Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln..

Wer angesprochen wird:

alle Erwachsenen und Kinder, die eigentlich auch die Kinderrechte betreffen.

Anzahl der Personen, die erreicht werden:

?

Was bereits durch das Projekt erreicht wurde:

Inwieweit wir etwas bei der Politik erreichen können wir nicht sagen, auf jeden Fall machen wir die Menschen auf die UN-Kinderrechtskonvention aufmerksam, informieren sie und fordern sie auf, sich um ihre Rechte zu bemühen.

Nächste Schritte, Aktivitäten oder Meilensteine für die Zukunft:

Wir möchten gerne vielen Kindern und Jugendlichen in Not helfen. Aber es ist uns auch wichtig, Kinder und Jugendliche zu motivieren zu helfen. In zahlreichen Hiphop Workshops geht es somit um Tanzen und Helfen! Wir möchten erreichen, das die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland bekannter gemacht werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre Rechte kennenlernen und auch leben können. Damit möchten wir dazu beitragen, Kinder und Jugendlichen zu mündigen Bürger zu erziehen.

Wünsche an den gesellschaftlich-politischen Rahmen:

Wir hoffen, das die Erwachsenen Kindern und Jugendlichen besser zuhören, sie ernster nehmen und vor allem auch Vertrauen in Sie haben!!!

Kommentare

Inzwischen ist die Anhörung

Inzwischen ist die Anhörung gelaufen.. wir haben Erfolg gehabt. Die Kinderrechte werden nun in NRW verbindlich in den Fächern Poltik, Gesellschaftslehre und Sachkunde unterrichtet. Nun werden wir das gleiche für die anderen 15 Bundesländer erkämpfen.. die ersten Petitionen sind schon unterwegs..

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