Es gibt eine Vielzahl spannender und viel versprechender Impulse und Projekte, die den Gedanken der Nachhaltigkeit transportieren. Werkstatt N hat sie ausgezeichnet.
Meere ohne Plastik

Meere ohne Plastik
Beschreibung:
Das NABU Projekt "Meere ohne Plastik" entwickelt regionale Strategien, um der zunehmenden Vermüllung der Meere entgegenzuwirken. Plastikabfälle machen bis zu 75 Prozent des Mülls aus. Tausende Meerestiere sterben an den tödlichen Folgen und Kommunen, Fischer und Industrie müssen Millionen Euro aufwenden, um die Reste unserer Wegwerfgesellschaft oder deren Folgen zu beseitigen. Der NABU informiert mit Hilfe spezifischer Materialien über die Problematik Müll im Meer, führt Bildungsveranstaltungen und Reinigungsaktionen durch und beteiligt sich am Umweltmonitoring im Rahmen regionaler Meeresschutzabkommen. Im Zentrum des Projektes steht eine sogenannte "Fishing for Litter" Initiative. Fischer helfen, Abfälle aus dem Meer zu entfernen und entsorgen diese umweltgerecht im Hafen. Der NABU stellt kostenlose Big Bags zur Verfügung und baut zusammen mit Partnern aus der Abfall- und Receyclingwirtschaft und den Kommunen eine effektive Abfallogistik in ausgewählten Fischereihäfen auf.
Aktiv seit:
September 2010
Beteiligte Personen:
Bis zu 5 Personen arbeiten im NABU Bundesverband an dem Projekt. Dazu kommen Partner aus der Abfall- und Recyclingwirtschaft sowie lokale NABU-Ortsgruppen in den Küstenbundesländern. Das Potential im NABU ist riesig, da er mit ca. 460.000 Mitgliedern und Förderern einer der größten Umweltverbände Deutschlands ist. Das Projekt wird durch das BMU und das UBA im Rahmen der "Briefmarke mit dem Plus" gefördert und inhaltlich unterstützt.
Herausforderungen der Nachhaltigkeit, denen begegnet werden soll:
Die Gefahren für die Meeresumwelt und die entstehenden Kosten durch Plastikabfälle im Meer sind vielen Menschen nicht ausreichend bewusst. Das Projekt will regionale Strategien, kommunikative und praktische Lösungsansätze erarbeiten, die Modellcharakter für den Umgang mit der Problematik des Plastikmülls im Meer haben. Zudem sollen Mehrwegsysteme gestärkt und ressourcenschonende, nachhaltige Produkte gefördert werden.
Was konkret gemacht wird / werden soll, um dieser Herausforderung zu begegnen:
- Informationsmaterialien (u.a. für Fischer und Segler) - Reinigungs- und Sammelaktionen an den Küsten der Nord- und Ostsee - NABU-Veranstaltungen und Vorträge zur Problematik "Müll im Meer" - Entwicklung von "Fishing for Litter" in Deutschland - Arbeit in internationalen Gremien und Umweltabkommen - Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit
Wer angesprochen wird:
Alle relevanten Interessengruppen: Fischer, Segler, Küstenkommunen, Abfall- und Recyclingwirtschaft, Plastikindustrie, allgemeine Öffentlichkeit
Was bereits durch das Projekt erreicht wurde:
Zum Projektstart hat der NABU das Infoblatt "Müllkippe Meer" veröffentlicht und eine Projekt-Webseite online gestellt. Auf Fehmarn hat der NABU drei Reinigungsaktionen durchgeführt und mehr als 500 Kilogramm Abfälle aus zwei Naturschutzgebieten entfernt. Vorträge auf Fachveranstaltungen und öffentliche Vorträge informieren über die Gefahren der Plastikabfälle im Meer. Die Weichen für die "Fishing for Litter" Initiative sind gestellt.
Nächste Schritte, Aktivitäten oder Meilensteine für die Zukunft:
Das Faltblatt für Fischer befindet sich in der Entwicklung und wird im Januar 2011 veröffentlicht. Eine erste Pilotregion für das "Fishing for Litter" ist indentifiziert, die Logistik ist im Aufbau. Das Projekt soll im Frühjahr 2011 anlaufen.
Wünsche an den gesellschaftlich-politischen Rahmen:
Die Gesellschaft ist sich der Problematik der "Vermüllung" der Meere bewusst und reduziert stetig den Plastikkonsum. Mehrwegsysteme werden gestärkt und alternative, ressourcenschonende Produkte haben Aufwind. Die "Fishing for Litter" Pilotprojekte des NABU werden auf andere Regionen übertragen. die deutschen Küstenkommunen bauen ein effektives Abfallmanagement in den Häfen auf.
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