Solidarstrom

Solidarstrom

Aufbruch zu einer solidarischen Energieversorgung
Postleitzahl und Ort: 69123 Heidelberg
Ansprechpartner: Yannik Olmo Hake
E-Mail: info@solidarstrom.org
Telefon: 06221 41 82 00
Organisation: Kooperativ: Klimaschutz+ Stiftung e. V. | lokale Initiativen | Elektrizitätswerke Schönau
Jahr der Auszeichnung: 2016


Die notwendige Energiewende bietet die Chance Gemeinschaftsgüter im Bereich der Energieversorgung aufzubauen und so die notwendige Transformation des heutigen, nicht nachhaltigen Wirtschaftsystems anzustoßen.
P. Kolbe, Mitinitiator Klimaschutz+ Stiftung e.V.

Worum gehts:

Für eine sozial und ökologisch gerechte Energieversorgung bedarf es mehr als den Bau neuer Ökostromkraftwerke. Denn neben dem Wechsel von den fossilen und atomaren Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien und der Reduzierung des Energieverbrauchs bedarf es für eine nachhaltige Energieversorgung zusätzlich einer Transformation der Energiewirtschaft selbst, hin zu einer Wirtschaft, deren Handeln ebenso wie deren finanziellen Gewinne vollständig der Förderung des Gemeinwohls dienen, statt privaten Gewinninteressen. Solidarstrom setzt sich daher für den Aufbau kommunaler Gemeinschaftsgüter im Bereich der Energieerzeugung sowie der Energieeffizienz ein, deren Erträge vollständig der demokratisch bestimmten Unterstützung, Gemeinwohl fördernder Projekte in den Bereichen Energiewende und nachhaltiger lokaler Entwicklung dienen. Heute damit anfangen Werkzeuge und Strukturen einer nachhaltigen globalen Gemeinschaft aufzubauen und einzusetzen ist Kern und Leitgedanke im gemeinsamen Handeln

Was ist konkret seit der letzten Bewerbung passiert?:

Seit dem Start des Schriesheimer Ökostrom+ (Werkstatt N Impuls 2014) sind mit den Ökostromern Edigngen-Neckarhausen und der Solidarischen Ökonomie Bremen zwei weitere Bürgerinitiativen zum Projekt hinzugestoßen, die sich in ihren Gemeinden für die Energiewende und eine nachhaltige Entwicklung vor Ort einsetzen. Mit Stand Ende 2016 sind bereits über 2.000 Haushalten im Aufbau einer solidarischen Energiewirtschaft und der Förderung nachhaltiger lokaler Projekte aktiv.

Wer wir sind:

Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele zusammen! Solidarstrom ist ein kooperatives Projekt von: - lokalen Bürgerinitiativen - der Klimaschutz+ Stiftung e. V. / getragen von einer Heidelberger Bürgerinitiative - und den Elektrizitätswerken Schönau (EWS) / initiiert von einer Schönauer Elterninitiative Aktuell arbeiten in Bremen, Edingen-Neckarhausen und Schriesheim lokale Bürgerinitiativen und Vereine gemeinsam mit rund 2.000 Haushalten und Gewerbebetrieben mit der Klimaschutz+ Stiftung und der EWS am Aufbau kommunaler Gemeinschaftsgüter und der Ausgestaltung einer nachhaltigen lokalen Energiewende und Transformation. Die Energiewirtschaft gleich mitwenden das Motto

Was wir erreichen wollen:

Unser Ziel: Die Energiewende - raus aus Kohle- und Atomstrom - gemeinsam zum Aufbau kommunaler Gemeinschaftgüter im Bereich der Energieversorgung nutzen. Und damit erste konkrete Strukturen einer Energiewirtschaft realisieren, die im Gegensatz zur heute vorherrschenden Wirtschaft, die Entwicklung nachhaltiger gesellschaftlicher Strukturen ermöglicht und fördert, indem Sie Bürger*innen Gestaltungsmittel und -macht für eine kollaborative, nachhaltige, lokale Entwicklung zur Verfügung stellt.

Was wir konkret machen:

Wir starten den Aufbau lokaler Bürgerfonds für Energiewende und nachhaltige Entwicklung und bieten dafür lokale Solidarstrom-Tarife, als erstes Werkzeug zum Füllen dieser Fonds an. Ein Anteil des Strompreises, der Sonnencent, fließt in die lokalen Nachhaltigkeitsfonds. Deren Mittel dienen der Realisierung regionaler Energieeffizienz- und Erneuerbarer Energie Projekte, deren Erträge den teilnehmenden Haushalten jährlich zur Förderung lokaler Projekte und Initiativen zur Verfügung stehen.

Was wir bereits erreicht haben:

- Drei lokale Bürgerfonds (Stiftungstöpfe) & Ökostromangebote für Energiewende und nachhaltige lokale Entwicklung gestartet - drei lokale Initiativen mit zusammen rund 40 Aktiven laden mit Infoständen, regelmäßigen Treffen, lokalen Tagen der guten Energie u.a. zur Teilnahme an der gemeinschaftlichen lokalen Gestaltung einer sozio-ökologisch gerechten Energieversorgung und nachhaltigen Entwicklung ein - rund 2.000 Haushalte beteiligen sind mit dem Bezug des lokalen Ökostrom Angebots am Aufbau der kommunalen und weiterer Fonds - Wir stehen im Gespräch mit Bürgen und Betrieben zur Nutzung von Dachflächen für Gemeinwohl Sonnenergie-Kraftwerke und der Umsetzung von Energieeffizienz-Projekten

Unsere nächsten Schritte:

- Aufbau einer gemeinsamen Internetplattform. - Realisierung erster Energieeffizienz-Projekte und des Baus neuer Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien und die Erzeugung von Ökostrom für den direkten Verbrauch vor Ort. - Vernetzen der lokalen Initiativen zum Austausch von Ideen und Erfahrungen. - die Möglichkeit zum Start einer eigenen lokalen Solidarstrom Initiative und eines eigenen lokalen Solidarstroms weiter erzählen.

Biete:

- Das entwickelte Solidarstrom Modell sowie die gesammelten Erfahrungen zur Weitergabe an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrer Gemeinde für den Aufbau lokaler Gemeinschaftsgüter einsetzen und die Energiewende vor Ort gemeinsam ausgestalten möchten. - Vernetzung mit den bereits aktiven Gruppen. - Unterstützung bei der lokalen Öffentlichkeitsarbeit und lokaler Energiewendeprojekte.

Suche:

Menschen, die sich mit uns gemeinsam im Aufbau lokaler Gemeinschaftsgüter im Bereich der Energieversorgung engagieren und Lust und Interesse daran haben, die Weiterentwicklung und Ausbreitung des Projekts mit den eigenen persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen zu unterstützen.


Mit einem Klick auf die Landkarte gelangen Sie zur Anzeige des Projektortes.