Es gibt eine Vielzahl spannender und viel versprechender Impulse und Projekte, die den Gedanken der Nachhaltigkeit transportieren. Werkstatt N hat sie ausgezeichnet.
Der Fluss, der durch die Hauptstadt Berlin fließt, soll ein wieder ein sauberes Gewässer werden, in das Flora und Fauna zurückkehren, und in dem die Menschen baden können. Derzeit ist die Spree, wie viele europäische Gewässer durch Einleitungen aus der Kanalisation belastet. Wenn es stark regnet, fließt verschmutztes Regenwasser und Abwasser aus den Haushalten ungeklärt in den Fluss. Die Initiatoren von SPREE2011 haben eine neue Technologie entwickelt, um diese Einleitungen zu verhindern: Ein Modulsystem aus verbundenen Behältern wird direkt vor den Einleitungspunkten der Kanalisation unterhalb der Wasseroberfläche installiert. Kommt es zu Überläufen, nimmt das System das Abwasser auf und speichert es. Ist die Kanalisation wieder frei, wird das Abwasser zurückgepumpt. Die Oberfläche dieses weltweit neuen Systems schafft zudem Raum für vielfältige Nutzungen, die in manchen Fällen sogar zur Finanzierung der Gesamtanlage beitragen können – Cafés, Gärten oder Freizeiteinrichtungen.
2002
Im erweiterten Team ca. 30
Es wurde ein System entwickelt, dass Abwassereinleitungen in Flüsse und Seen verhindert, kostengünstiger und schneller einsetzbar ist als herkömmliche Methoden und darüber hinaus einen Mehrwert für die städtebauliche Entwicklung schafft. In einer Vielzahl von Publikationen, Presseberichten und Vorträgen wurde die Öffentlichkeit auf Problematik der Einleitungen von ungeklärten Abwasser in die Spree und andere städtische Gewässer aufmerksam gemacht.
Stadt und Natur sollten sich heute nicht mehr als unvereinbare Gegensätze gesehen werden. Für ein funktionierendes Gesamtsystem sind neue Wege jenseits des klassischen Städtebaus und des konventionellen Umweltschutzes nötig. Ressourcenschutz erreicht nur dann den höchsten Wirkungsgrad, wenn er symbiotisch in andere gesellschaftliche Bereiche hineinwirkt. SPREE2011 möchte den Schutz des Wassers, die Aufwertung der Stadt, ökonomische Belange und die „soziale“ Stadt miteinander verknüpfen.
Schutz der natürlichen Recourcen als Grundlage allen Handelns Bessere Unterstützung bei der Entwicklung neuer Technologien Schnellere Umsetzung neuer Technologien Beendigung der rein wirtschaftsorientierten Haltung in der Gesellschaft Wandel vom selbstbezogenen Handeln zugunsten einer gemeinsamen Zukunftsidee Beteiligung von Akteuren mit Haltung in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft
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