Tierschutz auf dem Teller

Tierschutz auf dem Teller

Genuss mit gutem Gewissen
Postleitzahl und Ort: 80638 München
Bundesland: Bayern
Wir sind eine: Organisation/Institut
Organisation: Schweisfurth-Stiftung
Jahr der Auszeichnung: 2011, 2012



Beschreibung:

Das Projekt „Tierschutz auf dem Teller“, seit 2006 ein Gemeinschaftsprojekt der Schweisfurth-Stiftung, sowie der Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche Bayern, wendet sich an kirchliche und karitative Einrichtungen, Tagungshäuser, sowie ausgewählte Restaurants und Hotels. Voraussetzungen zur Teilnahme sind: - Mind. 60 Prozent der tierischen Erzeugnisse aus tiergerechter ökologischer Tierhaltung - keine tierquälerisch erzeugten Produkte - Bereitstellung vegetarischer Angebote. Denn Produkte aus tiergerechter, ökologischer Erzeugung sind qualitativ hochwertig, schonen Umwelt, Ressourcen und Klima und sind gesund und geschmacklich einwandfrei – Genuss mit gutem Gewissen. Teilnehmende Küchen werden im Rahmen des Projektes zertifiziert und bei einer Auftaktveranstaltung mit einer Urkunde und einer Tierschutzkochmütze ausgezeichnet.

Was ist seit der letzten Bewerbung passiert:

"Tierschutz auf dem Teller" wurde als Werkstatt-N Projekt ausgezeichnet. Daneben haben wir uns für "Ideen - Initiative - Zukunft" beworben. "Tierschutz auf dem Teller" hat im Juli 2011 die Veranstaltung "Klassik für Kinder - Serenade im Park" im Nymphenburger Schlosspark unterstützt. Dort waren wir mit dem Projekt im kostenlosen Programmheft präsent und konnten auf diese Weise hunderte Familien mit Kindern erreichen. In der katholischen Sonntagszeitung vom 2./3. Juli haben wir eine Anzeige sowie einen redaktionellen Beitrag unter dem Titel "Tiergerecht und ökologisch" veröffentlicht. Als Preisträger wurde 2010 "Das Kranz" als erstes Münchner Bio-Restaurant ausgezeichnet. Dazu gab es einen halbseitigen Artikel im Münchenteil des Münchner Merkur (vom 29. November 2010). Im September 2011 wird der Münchner Bio-Imbiss "Sweekies" mit der Tierschutzkochmütze geehrt. Geplant ist außerdem die Teilnahme der Evangelischen Akademie Bad Boll, die derzeit die Umstellugskapazitäten prüfen. Längerfristig planen wir auch die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen wie KITAs und Schulen. Mit einer ersten Wirtschaftsschule stehen wir hierzu bereits in Kontakt.

Aktiv seit:

2006

Beteiligte Personen:

Die Stiftung fungiert als Träger des Projektes, Projektpartner sind die Umweltbeauftragten der katholischen sowie der evangelischen Kirchen in Bayern. Bisher wurden sechs Preisträger ausgezeichnet, im November 2010 erhielt "Das Kranz" als erstes Münchner Bio-Restaurant die Auszeichnung. Bewerber für 2011 sind der Münchner Bio-Imbiss Sweekies sowie die Evangelische Akademie Bad Boll.

Herausforderungen der Nachhaltigkeit, denen begegnet werden soll:

Essen ist keine Privatsache mehr. Der Verbraucher trägt heute mehr denn je eine Verantwortung für das, was auf seinem Teller landet. Nachhaltiges Einkaufsverhalten zu fördern, ist seit jeher Anliegen der Stiftung. Doch gerade bei der Außer-Haus-Verpflegung ist es meist unmöglich, festzustellen, woher die Rohstoffe kommen. Besonders bedauerlich ist dies bei tierischen Produkten, deren Herstellung sehr ressourcenintensiv ist und das Tierwohl sowie andere tierethische Implikationen beinhaltet.

Was konkret gemacht wird / werden soll, um dieser Herausforderung zu begegnen:

Die Schweisfurth-Stiftung macht in vielerlei Hinsicht auf die Problematiken der industriellen Land- und Lebensmittelwirtschaft aufmerksam. Mit "Tierschutz auf dem Teller" können die unterschiedlichsten Personenkreise quer durch alle Bildungs- und Gesellschaftsschichten erreicht werden. Durch die Verbreitung von Flyern und die Schaltung von Anzeigen möchten wir das Projekt und dessen Anliegen möglichst weit verbreiten.

Wer angesprochen wird:

Das Projekt wendet sich an die Gastronomie und alle, die dort arbeiten bzw. als Gast partizipieren. Deshalb soll die Botschaft "Weniger ist mehr" und "Qualität statt Quantität" den einzelnen Vebraucher ebenso erreichen, wie die Verantwortlichen in Küche und Verwaltung. Die Frage nach der Herkunft der Lebensmittel spielt dabei ebenso eine Rolle, wie die Verarbeitung nud Zubereitung der Speisen. Jeder Einzelne ist in der Verantwortung, wenn es um Lebensstile und Konsum geht.

Was bereits durch das Projekt erreicht wurde:

Wir haben sechs Betriebe ausgezeichnet, zwei weitere folgen 2011. Das Projekt wurde 2010 auf dem Ökumenischen Kirchentag präsentiert. 2010 wurden Flyer produziert und ein neues Keyvisual entworfen. Das Projekt wurde in zahlreichen Veröffentlichungen vorgestellt und den Lesern die dahinterstehenden Problematiken (Tier-, Umwelt-, Ressourcen-, Klimaschutz) nähergebracht. Im Juli 2011 haben wir "Klassik für Kinder-Serenade im Park" unterstützt und so hunderte Familien mit unserem Anliegen erreicht.

Nächste Schritte, Aktivitäten oder Meilensteine für die Zukunft:

2010 wurden eigens ein Flyer für das Projekt produziert, sowie das Projekt beim "Gläsernen Restaurant" auf dem Ökumenischen Kirchentag vorgestellt. Jährlich sollen mindestens zwei Einrichtungen ausgezeichnet werden. Durch gezielte Zusammenarbeit mit den Medien soll auf das Projekt und die Problematik aufmerksam gemacht werden, sowie auf das Engagement der Preisträger verstärkt hingewiesen werden. Langfristig ist eine Zusammenarbeit mit weiteren Bildungseinrichtungen (KITAs, Schulen) geplant.

Wünsche an den gesellschaftlich-politischen Rahmen:

Noch immer fehlt es vielen Menschen an Bewusstsein für die Thematik Konsumethik und Fleischkonsum. Hier muss gezielt mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen gegengesteuert werden. Der Ökolandbau muss, gerade bei der Herstellung tierischer Produkte, politisch stärker unterstützt werden. Denn das Preisgefälle zwischen konventionellen und Bio-Produkten gründet auf einem unfairen Wettbewerb, da die industrielle Landwirtschaft ihre wahren Kosten zu Ungunsten aller externalisiert.

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